Clafoutis aux cerises…

…luftig leichter französischer Kirschauflauf.

Kennt ihr dass, wenn ihr auf einmal totalen Heißhunger auf was voll leckerem Süßem bekommt… aber ihr habt nix gescheites Zuhause wo euch jetzt dermaßen anmachen würde. Aber dieser Drang nach Süßem lässt euch einfach nicht mehr los. Man sucht und  sucht und sucht… und findet einfach nichts… gar nichts. Man würde töten um nur ein Stück Süßes zu bekommen… So erging es mir vor kurzem.

Weil ich dann aber in meinem Schrank ein Glas Süßkirschen gefunden hatte… kam mir die Idee… eine Clafoutis aux cerises zu backen. Die anderen Zutaten dafür hat ja eigentlich so jeder von uns standardmäßig im Haus… also warum nicht. Auf in die Küche und losgelegt.

Aber Moment… was ist eigentlich eine Clafoutis… aux cerises…?

Eine Clafoutis…ausgesprochen „Klafuti“ ist eine französische Süßspeise aus der Region Limousin in Frankreich. Die Region liegt in der Mitte von Frankreich im nordwestlichen Teil des Massif Centrals. Sie ist die am dünnsten besiedelste Region mit einer waldreichen Landschaft und zahlreichen Seen und Flüssen. Limousin ist das grüne Herz Frankreichs.

Soft, süß und fruchtig.

Die Clafoutis ist kein richtiger Auflauf, aber auch kein Kuchen… sondern ein mittel Ding zwischen den Beiden. Sie besteht aus Obst und einem süßen flüssigen Eierteig… der einem locker flockigen Pfannkuchenteig ähnelt. Der Teig ist sehr flüssig und fängt erst im Ofen an zu stocken und wird fester.

Diese klassische französische Süßspeise hat sich während des 14. Jahrhunderts in Frankreich verbreitet. Der Name Clafoutis leitet sich ab von dem Verb „clafir“, was zu deutsch ausfüllen bedeutet. Denn bei der Zubereitung von Clafoutis dehnen sich Obst und Teig in einer Auflaufform aus bis sie die Form bis hoch an den Rand ausfüllen.

Die ersten Bissen machen süchtig.

Die klassische Clafoutis ist das „Clafoutis aux cerises“ mit süßen Kirschen. Die Franzosen entsteinen die Kirschen traditionell nicht. Da entsteinte Kirschen zuviel Saft abgeben und den Teig flüssiger werden lassen. Außerdem sollen die Kirschsteine ein schönes Aroma abgeben.

Clafoutis gelingt auch mit anderen Früchten. Am besten mit etwas säuerlichem saftigem Obst. Pfirsiche, Nektarinen, Äpfel oder Birnen, Mirabellen, Feigen, Erdbeeren, Blaubeeren oder Zwetschgen eignen sich hervorragend. Exotisch schmeckt es mit Ananas oder Mango. Wem das zu herkömmlich ist, kann seinen Teig mit einem Schuss Kirschwasser oder Likör aufpeppen.

Wie wärs mit einer herzhaften Variante?!

Eine Alternative zum Süßen ist der herzhafte Clafoutis. Dafür wird statt Obst klein geschnittenes Gemüse wie Zucchini oder Möhren, Champignons, Kirschtomaten und Oliven in Kombination mit Kräutern und Käse zugegeben. Der Teig wird ohne Zucker zubereitet und mit Pfeffer, Salz und frischen Kräutern gewürzt.

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Diese herzhafte Variante habe ich mit Tomaten, Paprika, Schinken und Reibekäse gebacken. Lauter Reste aus meinem Kühlschrank, die unbedingt verarbeitet werden mussten. Mmmmh… die war zum Dahinschmelzen lecker 😉

Aber ich will euch nun nicht länger auf die Folter spannen… hier ist mein Rezept für eine klassische süße Clafoutis:

Clafoutis aux cerises

3 Eier
80g Zucker
1 gestrichener  TL Vanille
60g Mehl
1 EL Grieß
1 Messerspitze Backpulver
110 ml Milch
375 g oder 1 Glas Kirschen

etwas Butter zum Fetten der Form
Puderzucker zum Bestreuen

  • Eier, Zucker und die Vanille in der Rührmaschine bei höchster Stufe 7min. schaumig schlagen.
  • Mehl, Grieß, Backpulver und Milch dazu geben.
  • Die Kirschen aus dem Glas in einen Sieb geben und gut abtropfen lassen.
  • Die Auflaufform mit der Butter fetten.
  • Etwas Teig einfüllen… ein Teil der Kirschen drauf verteilen… den Rest des Teiges oben drauf geben und die Restlichen Kirschen drauf verteilen.

 

  • Bei 180Grad auf der mittleren Schiene im Backofen etwa 40 min goldbraun backen.
  • Anschließend 5 Minuten abkühlen lassen und mit Puderzucker bestreuen.
  • Das Clafoutis schmeckt lauwarm besonders gut. Man kann sie entweder pur oder mit Eiscreme oder Sahne verzehren. Je nach Geschmack.

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