Eine Sünde wert… Birne Helene Küchlein

Uralt und doch immer noch top aktuell. Die sterbenslangweilige Birne. Von wegen langweilig. Birnen gab es schon um 3.000 v. Chr. und bis heute gehören sie zu den beliebtesten und am meisten gekauften Obstsorten. Wie Apfel und Quitte zählt auch die Birne zum Kernobst und gehört zur Familie der Rosengewächse.

Die Urbirne

Man vermutet das die Urbirne ihren Ursprung im Kaukasus oder Anatolien hat, wo sie sich aus zwei Wildarten entwickelte. Vor allem die Römer waren begeistert von der Frucht und züchteten damals schon 40 unterschiedliche Birnensorten. In Mitteleuropa wurde der Anbau der Birnen den Klöstern überlassen.

Der französische Sonnenkönig Ludwig der XIV. ließ Birnenbäume in seinem Garten in seiner Residenz in Versailles pflanzen. Ab da an starteten sie ihre große Karriere und landeten auch bei uns nicht nur in unseren Mäulern sondern auch in die deutschen Gedichte. So wie dieses hier… Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland,
Ein Birnbaum in seinem Garten stand,… (*klick)

Weltweit sind etwa 2.500 Sorten bekannt. Unterteilt werden sie in Sommer-, Herbst- und Winterbirnen. Als Untergruppe unterscheidet man Tafelbirnen (zum roh essen), Kochbirnen und Mostbirnen. Ohne die Birnen mit den Äpfel jetzt großartig vergleichen zu wollen… sind die Birnen weitaus süßer aufgrund des geringeren Fruchtsäuregehaltes. Aber sie sind auch etwas sensibler… man kann sie nicht so lange lagern, sie sind druckempfindlich und bekommen braune Druckflecken. Gleichzeitig werden sie immer süßer und sollten möglichst bald gegessen werden, weil sie sonst überreif werden. Birnen sind leicht verdaulich und  besonders magenfreundlich, da sie im Verhältnis z.B. zum Apfel wenig Säure enthalten.

Das solltet ihr wissen

Birnen solltet ihr Zuhause an einem dunklen, kühlen Ort aufbewahren. Im Kühlschrank z.B. können sie bis zu 26 Tagen halten. Außerdem solltet ihr sie nie neben Äpfeln oder Trauben aufbewahren. Diese sondern ein Gas ab, was die Birnen schneller reifen lässt… und dadurch verderben sie schneller. Noch unreife Birnen könnt ihr bei Zimmertemperatur nachreifen lassen.

Exotische Schwester

Die Nashi- Birne oder auch die japanische Birne findet man auch mittlerweile bei uns immer öfter in den Supermärkten. Es stimmt nicht, dass sie eine Kreuzung zwischen Apfel und Birne ist… dass ist sie nicht. Sie ist die asiatische Schwester unserer europäischen Birne.  Sie schmeckt im Vergleich zu unserer Birne etwas milder, ist nicht so süß und hat ein knackigeres Fruchtfleisch.

Schokolade lässt sich wunderbar mit Birnen kombinieren. Eine Kombination zum dahin schmelzen. Für alle die voll auf Birnen und Schokolade abfahren, habe ich hier ein super leckeres Rezept… mein schokoladiges Birne Helene Küchlein. Genau passend für die jetzige Adventszeit 😉

Für eine Form mit 18cm braucht ihr:

Für den Mürbteig

225g Mehl
100g Zucker
1 Pck Vanillezucker
1/2 TL Zimt
2 Eigelb
125g Butter

  • Aus den Zutaten einen Mürbteig kneten.
  • Mit dem Mürbteig die Form auslegen. Den Boden und etwa ein 3cm hoher Rand.

 

Für die Füllung

1 Dose Birnen
2 Eiweiß
1 Prise Salz
300g Sahne
1 Pck Puddingcreme backfest

  • Birnen in einem sieb abtropfen lassen.
  • Eiweiß mit Salz steifschlagen.
  • Sahne mit der backfesten Puddingcreme in einer Minute zu einer Creme aufschlagen.
  • Den Eischnee unter die Creme heben und die Creme auf den Kuchenboden verteilen.
  • Die Birnen oben drauf legen.
  • Dann bei ca. 180°C etwas 60min backen.
  • Danach auskühlen lassen.

 

Für den Schokoguss

175g Sahne
25g Kaba
1 gestrichener EL Kakao
100g Vollmilchkuvertüre
100g Zartbitterkuvertüre

  • Sahne, Kaba und Kakao in einen Topf geben und erhitzen.
  • Die Kuvertüren in Stücke schneiden.
  • Den Topf von der Kochstelle nehmen und unter rühren die Kuvertürestückchen darin auflösen.
  • Den Schokoguss etwas abkühlen lassen und dann auf den Birnen verteilen.
  • Wem es zuviel Schokoguss ist, kann auch nur soviel auf die Birnen verteilen bis sie nicht mehr zu sehen sind.

Dieses Küchlein ist doch eine Sünde wert!?

Die erste Kerze brennt – genießt ein wundervolles erstes Adventswochenende und lasst ein wenig Ruhe und Stille bei euch einkehren 🙂

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