Honiglebkuchen Männchen… & Weibchen…

…und weshalb wir uns immer diesen Weihnachtsstress geben müssen?

Soooo… nun sind es also nur noch 6 Tage bis Weihnachten und ich habe mal wieder noch nicht alle Geschenke beisammen. So wie es halt jedes Jahr bei mir ist.

Jedes Jahr nehme ich mir vor meine Geschenke früher einzukaufen, mache mir im Vorfeld sogar eine Liste „Wer bekommt was zu Weihnachten“ 🙂 Aber ohne großen Erfolg. Zum Schluss läuft es immer darauf hinaus… das ich kurz vor Weihnachten noch in den unterschiedlichsten Läden herumspringe um meine letzten Besorgungen zu machen. Ihr mögt jetzt denken, wenigstens hat sie schon mal eine Liste und weiß was sie noch besorgen will. Aber so kurz vor Weihnachten finde ich dann auch nicht immer alles, weils manchmal schon vergriffen ist. Dann bleibt mir nichts anderes übrig als schnellstmöglich umzudenken und etwas anderes zu finden… auf die Schnelle.

Diesen Weihnachtstrubel so kurz vor Weihnachten kann ich überhaupt nicht leiden. Ich hasse diesen Trubel. Vor allem das ewige lange anstehen an der Kasse… lässt mich fuchsteufelswild werden. Alle rennen noch mal kurz in die Stadt um ihre Geschenke oder Sachen die sie vergessen haben zu besorgen. Eigentlich möchte ich nicht unter ihnen sein. Aber was bleibt mir anderes übrig… ich möchte ja nicht am Weihnachtsabend ohne Geschenke da stehen. Hätte ich die Geschenke doch einfach früher besorgt. Aber nächstes Jahr… nächstes Jahr mach ich das auf jeden Fall 😛

Aber woran liegt das nur?

Wieso passiert mir das immer wieder. Ganz einfach. Ich leide unter der Volkskrankheit Aufschieberitis“. Wohl jeder von uns kennt diese innere Stimme, die einem sagt: „Dazu habe ich jetzt keine Lust.“ – „Das kann ich auch noch später erledigen.“ – „Das rennt uns ja nicht davon.“ – „Ach, ich bin heut viel zu kaputt, dass mach ich morgen.“ und so weiter… Hören wir zu stark auf das innere Gefühl, dann geben wir der Stimme nach und schieben die Aufgaben auf. Zunächst fühlen wir uns erleichtert, bis der Druck aber dann immer größer wird und das schlechte Gewissen anfängt an uns zu nagen. Das soll nicht heißen, dass ich faul bin oder gar nicht gerne einkaufen gehe. Ganz im Gegenteil. Ich hab halt für mich so viele andere WICHTIGE Dinge zu tun, dass ich mir denke das mit den Geschenken kann ich auch noch ein ander mal erledigen. Ist ja noch soooo lange bis Weihnachten… und mit der ganzen Aufschieberei setze ich mich selber unter Druck.

Woher kommt diese Aufschieberitis?

Aber da stellt man sich doch die Frage warum schieben wir Dinge auf? Ist es Faulheit? Fehlende Willenskraft? Oder der innere Schweinehund?

Ich habe in einer Leseprobe des Buches „Der Zauderberg: Warum wir immer alles auf morgen verschieben und wie wir damit aufhören“ von Dr. Piers Steel eine ganz simple Erklärung dafür gefunden. Er schreibt: „Die Aufschieberei ist offenbar sogar in unseren Genen angelegt (…)  Aufschieber sind vor allem impulsive. (…) Weil die Impulsivität für Jäger und Sammler eine nützliche Eigenschaft war, leiden wir heute unter der Aufschieberitis. Impulsive zu sein half unseren Vorfahren bei den vier F’s des Überlebens: Fressen, Fighten, Fliehen, Fortpflanzen.“ Klingt eigentlich ziemlich einleuchtend, oder nicht?

Nun gut… ich möchte gleich Anfang nächster Woche meine letzten Geschenke besorgen. Bin mal gespannt, ob ich dass schaffe… so das ich in aller Ruhe noch alles einpacken kann. Aber nun komme ich zu den viel WICHTIGEREN Dingen… ich habe nämlich Honiglebkuchen Männchen & Weibchen gebacken und möchte mit euch das Rezept teilen… weil es super einfach zu machen ist und wunderbar herrlich nach Lebkuchen schmeckt… ja ich weiß das hat ein Lebkuchen so an sich 😛 Hier ist also mein Rezept.

200g Honig
100g Zucker
50g Butter
250g Mehl
250g gemahlene Mandeln
2TL Lebkuchengewürz
5g Pottasche

  • Den Honig, Zucker und Butter in einem Topf unter rühren erwärmen… bis der Zucker sich vollständig gelöst hat. Danach vom Herd nehmen und abkühlen lassen.
  • Mehl, Mandeln, Lebkuchengewürz und Pottasche in eine Schüssel geben.
  • Die abgekühlte Honigmasse dazugeben und zu einem glatten Teig verkneten.
  • Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und 3-4 Stunden oder über Nacht bei Zimmertemperatur ruhen lassen. So länger der Teig ruht, um so lockerer lässt die Pottasche den Teig werden.
  • Den Teig ca.0,5cm ausrollen und Männchen ausstechen. Man kann aber auch gut andere Plätzchenausstecher verwenden. Ich hab mit einer Lochtülle den Männchen etwas Leid zugefügt.
  • Auf einem Backblech mit Backpapier bei 150°C etwas 20-25min. backen. Backt sie nicht zu braun und nicht zu dunkel… sonst wird das Plätzchen so hart.
  • Die Honiglebkuchen zum Schluß verzieren mit weiße oder dunkle Kuvertüre, Zuckerguss, Zuckerperlen, Zuckerstreusel oder- herzen… wie mans am liebsten mag. Eurer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Backen und Verzieren der Honiglebkuchen Männchen & Weibchen und einen wunderschönen und gemütlichen 4. Advent 🙂

 

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