So a Schmarrn! Österreichischer Kaiserschmarrn…

…ein Rezept ohne lässtiges Eiweiß aufschlagen… aber trotzdem lockerem Teig.

Der Kaiserschmarrn… eine der bekanntesten Süßspeisen aus der österreichischen Küche und weit & breit über die Grenzen hinaus bekannt und beliebt.

Aber woher stammt sein eigenartiger Name und wer hat ihn erfunden?

Darüber kursieren viele Geschichten. Welche davon die wahrhaftig richtige ist… dass werden wir wohl nie erfahren. Aber eins haben sie alle gemeinsam… in jeder Erzählung spielt Kaiser Franz Joseph I eine Rolle. Demnach muss der Kaiserschmarrn Mitte des 18. Jahrhunderts in Österreich zum ersten Mal zubereitet worden sein 😀

Aber von wem?

Eine Legende besagt, dass der Hofkonditor für die figurbewusste Kaiserin Elisabeth eine kalorienarme Nachspeise kreieren sollte. Leider konnte er bei ihr mit seinem Kaiserschmarrn mit Zwetschgenröster nicht Punkten. Kaiser Franz Joseph I soll die Situation gerettet haben und gesagt haben… „Na geb‘ er mir halt den Schmarren her, den unser Leopold da wieder z’sammenkocht hat“ und aß ihn auf.

Eine andere Legende erzählt davon, dass der Kasierschmarrn zu Ehren der Kaiserin Elisabeth kreiert worden war. Deswegen gab die Köchin der Süßspeise den Namen „Kaiserinschmarrn“. Weil die Süßspeise dem Kaiser aber viel eher geschmeckt haben soll wie der Kaiserin… nannte man die Süßspeise kurzerhand um.

Eine andere erzählt davon, dass der Kaiser gerne Palatschinken gegessen hat. Manchmal misslangen sie aber dem Koch. Sie wurden zu dick oder waren zerrissen. So wurden sie dem Personal gereicht… da sie für den Kaiser nicht geeignet waren. Das Personal machte sich darüber lustig „A Schmarrn des am Kaiser zu servieren“.

Wieder eine andere Geschichte berichtet davon, dass der Kaiser nach einer Jagd auf einer Almhütte von einem Kaser (Hirte auf der Alm) einen Hüttenschmarrn… einen Kaserschmarrn serviert bekommen haben soll. Der Kaiser war von dem Gericht so begeistert, dass er es ab sofort Kaiserschmarrn nannte. Vielleicht hat er aber auch nur den Namen falsch verstanden 😄

Aber wahrscheinlich hat der ganze Schmarrn nichts mit dem Kaiser zu tun!?

Eine ganz sachliche Erklärung liefern die Historiker. Der Name Kaiserschmarrn entwickelte sich aus dem Wort Kaserschmarrn. Diese einfache Almspeise der Kaser wurde auf den Hochalmen über dem offenen Feuer zubereitet. Schmarrn steht für zerupftes, in der Pfanne zerkleinerten Teig… der etwas minderwertiger war. Daher auch die Ausdrucksweise „So an Schmarrn“ oder „Red nicht so an Schmarrn“.

Oder er könnte auch seinen Namen von einem bäuerlichen Hausschmarren haben. Also einem „Schmarren a la casa“ …was soviel bedeutet wie „Mehlspeise nach Art des Hauses“. Denn in Österreich bedeutet Schmarrn nicht nur Unsinn oder etwas minderwertiges, sondern ist auch der Begriff für eine süße Mehlspeise. Jede Familie bereitet ihren Schmarren wieder anders zu und deshalb der Ausdruck „nach Art des Hauses“.

Welches Ereignis auch immer dem Kaiserschmarrn seinen Namen gegeben haben sollte… hauptsache ist doch, dass die leckere Süßspeise seinen Weg in unsere heimischen Pfannen gefunden hat. So kommt heute nicht mehr nur der Kaiser in den Genuss eines lecker lockeren Kaiserschmarrns. Am Besten natürlich mit reichlich Rosinen und Apfelmus dazu 😀

Das ist ein original österreichisches Rezept ohne zusätzlichem Eiweiß aufschlagen. Der Kaiserschmarrn wird aber trotzdem locker.

Für 2 Portionen.

Für den Teig:

120g Mehl
250g Milch
Prise Salz
4 Eier
2,5EL Zucker
Butter
Rosinen

  • Mehl, Milch und Salz in einer Schüssel glatt rühren.
  • Die Eier dazu geben und mit dem Schneebesen vorsichtig unterheben. Nicht rühren oder schlagen.
  • Pfanne mit etwas Öl erhitzen.
  • Den Teig hineingeben. Etwas anbacken lassen und dann die Rosinen im Teig verteilen.
  • Das Ganze bei mässiger Hitze goldgelb backen, den Teig wenden und fast fertig backen.
  • Nun den Teig mit zwei Gabeln in Stücke zerreißen.
  • Den Zucker drüber streuen, etwas Butter dazugeben und nochmal alles etwas anrösten.
  • Auf den Teller anrichten und mit Puderzucker bestäuben.
  • Klassischerweise wird der Kaiserschmarrn mit Zwetschgen- oder Marillenröster serviert, aber auch mit Apfelmus oder Vanilleeis.

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An Guaden 🙂

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Kaiserschmarrn, https://www.austria.info/de/service-fakten/osterreichische-kuche/rezepte-aus-osterreich/kaiserschmarrn

3 Kommentare Gib deinen ab

  1. blogspione sagt:

    Die Geschichten rund um die Rezepte sind spannend, manchmal lustig, vor allem aber kurzweilig. Selten erfährt man über´s Essen so viel. Da schmeckt es gleich nochmal sio gut. Das gefällt mir. LG Katy

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    1. Jasmin sagt:

      Vielen lieben Dank Katy. Das freut mich sehr 😊 Genau das möchte ich anderen vermitteln. Liebe Grüße Jasmin

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