Adventkränzchen: Herrlich vanillige Vanillekipferl ;)

Sie schmecken herrlich lecker nach Vanille. Ein Traum. Als wäre das Kipferle in die Vanilleschote gefallen 😀

Vanille… die Königin der Gewürze

Die Vanilleschote gilt als die Königin unter den Gewürzen und ist nach Safran das zweitteuerste Gewürz der Welt. Mit ihrem sanften, aber intensiven Aroma verfeinert sie nicht nur Desserts, Gebäcke oder Fruchtspeisen sondern kann auch pikanten Gerichten eine exquisite Note verleihen.

Die Vanillepflanze ist eine immergrüne starkwüchsige Schlingpflanze mit Kletterwurzeln und kann 10 bis 15 Meter lang werden. Sie gehört zu der Pflanzenfamilie der Orchideen und ist die einzigste Orchideenart, die zur menschlichen Ernährung beiträgt. Sie besitzt grün gelblich duftenden Blüten an diese sich nach der Bestäubung längliche Samenkapseln (Vanilleschoten) bilden.

Allerdings sind die Blüten nur etwa acht Stunden an einem einzigen Tag geöffnet, bevor sie verwelken. In genau dieser Zeit müssen die Pollen bestäubt werden, da sich sonst keine Samenkapseln bilden können. In den Anbaugebieten wird die Bestäubung meist sehr aufwendig von Hand mit einem feinen Pinseln durchgeführt.

Vanille… schmeckt aber noch nicht nach Vanille

Das die Vanille ihren typischen Vanillegeschmack bekommt, müssen die Vanilleschoten in einem sehr arbeits- und zeitintensiven Verfahren über mehrere Wochen reifen. Erst bei der Fermentation in luftdichten Behältern entwickelt sich das typische Vanillearoma. Dabei schrumpfen die ursprünglich grünen 15 bis 25 Zentimeter langen Samenkapseln zu schmalen schwarzbraun glänzenden Vanillestangen. Die Vanille Herstellung ist sehr langwierig und aufwendig… daher auch der hohe Preis für dieses Gewürz.

Vanille… künstlich statt natürlich

Obwohl Vanille heute in tropischen Gebieten rund um die Erde angebaut wird, würde die gesamte Jahresproduktion gerade mal für den Bedarf in Deutschland reichen. Deshalb hat die Lebensmittelindustrie versucht den Geschmack und Geruch von der begehrten und teuren Vanille zu kopieren. Dabei herausgekommen ist das Vanillearoma.

Ein Großteil des Vanillearomas wird aus den bei der Papierherstellung anfallenden Sufitabfällen gewonnen. Bei der Behandlung der enthaltenen Ligninsufonsäure ensteht unter anderem Vanillin… das auch der Hauptbestandteil des Aromas der echten Vanilleschote ist.

Vanille… echt oder unecht?

Wenn auf einem Etikett „Vanille“ steht muss tatsächlich auch echte Vanille oder Auszüge davon enthalten sein. Angaben wie „mit Vanillegeschmack“, „Vanillearoma“ oder „Vanillin“ deuten auf künstlich hergestelltes Aroma hin.

Vanille… „Der Nektar der Götter“

Die Vanille stammt ursprünglich aus Mexiko und Mittelamerika. Heute wird die Pflanze in tropischen Regionen auf der ganzen Welt angebaut. Eine der heute wichtigsten Anbauaugebiete für Vanille sind Madagaskar, die Komoren und die Insel La Réunion… deren ursprünglicher Name „Île Bourbon“ der hochwertigen Bourbon Vanille ihren Namen gab.

Vor 4000 Jahren bauten die Azteken im heutigen Mexiko bereits Vanillepflanzen an und produzierten aus den Schoten das heutige Gewürz Vanille. Sie nannten die Vanille „Nektar der Götter“. Durch die spanischen Erobere im 16. Jahrhundert wurde die Vanille nach Europa gebracht. Dort erlangte sie schnell große Beliebtheit. Die Spanier behielten lange Zeit das Monopol auf die Vanillepflanze, da sie nur in ihrer Heimat Südamerika angebaut werden konnte. Erst zig Jahre später fand man heraus wie man die Vanillepflanze auch ohne Mutter Natur bestäuben kann. Anfang des 17. Jahrhunderts begann die Vanille ihren Siegeszug an den europäischen Königs- und Fürstenhöfen.

Das Wort Vanille leitet sich von dem spanischen Wort „Vainilla“ ab und bedeutet „kleine Hülse“ oder „Schote“. Experten sind sich heute noch darüber einig, dass die hochwertigste und beste Vanille immer noch aus dem lateinamerikanischen Ursprungsland kommt.

Ich habe für diese Vanillekipferl einen Vanillezucker verwendet der aus Rohzucker und gemahlener Bourbon Vanilleschoten besteht… beides stammt aus biologischer Landwirtschaft. Dieser Vanillezucker ist kein Vergleich zu dem, den ich sonst verwende. In dem letzten Vanillezucker, den ich gekauft habe, war nemlich Zucker und das Aroma Vanillin Bestandteil. Das ist kein Vergleich zu diesem reinen Vanillezucker mit echter Bourbon Vanilleschote.

Also spart nicht am Vanillezucker… vorallem nicht wenn ihr Vanillekipferl backen wollt.

Hier ist nun mein Rezept:

210g Butter
70g Puderzucker
1 Pack Vanillezucker
280g Mehl
100g gemahlene Mandeln

  • Alle Zutaten zu einem Teig verkneten.
  • Aus dem Teig lange Rollen von ca. 1cm Durchmesser rollen und diese in Frischhaltefolie für mindestens 30 min. in den Kühlschrank legen.
  • Nun aus den Rollen nach und nach gleichmäßig dicke Stücke (ca. 2cm) schneiden. Diese Stücke zuerst zu Kugeln rollen und dann zu kleinen Hörnchen formen.
  • Bei 160°C Umluft ca. 10- 15 min. backen. Werden die Kipferl an den Spitzen langsam braun, sind sie fertig gebacken.
  • Nach dem Backen die fertigen Kipferl etwa 3min lang abkühlen lassen und dann in Zucker mit Vanillezucker vermischt wälzen.
  • Abkühlen lassen.

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Wenn ihr mehr über das Adventskränzchen erfahren wollt klickt hier. Beim heutigen Tagesthema „Plätzchenzeit“ machen diese Blogger auch mit. Schaut doch mal bei ihnen vorbei!

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„PSSSST!

Ruft da ein Vanillekipferl?“ 😉

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