Adventskränzchen: Burgenländer Plätzchen… lecker und wundervoll anzuschauen

Diese süßen kleinen Plätzchen sehen nicht nur bezaubernd aus… sondern schmecken auch himmlisch lecker.

Ich endeckte die Plätzchen irgendwo in einer Zeitschrift und ich wollte sie unbedingt ausprobieren… weil ich wissen wollte ob sie auch genau so gut schmecken wie sie aussehen. Aber ich stellte diese Plätzchen erstmal hinten an, denn meine Weihnachtsbackliste war lang und mein Freund wartete schon sehnsüchtig auf seine Lieblingsplätzchen. Da war keine Zeit um Neues auszuprobieren.

Irgendwie ließen mich die Burgenländer Plätzchen nicht los und so beschloss ich erstmal eine kleine Menge zu backen. Dabei fragte ich mich die ganze Zeit… wieso sie Burgenländer Plätzchen heißen. Gibt es eine Gegend die Burgenland heißt? Und wenn ja wo liegt sie? Denn ich habe noch nie was von Burgenland gehört… geschweige denn gelesen. Also ich kann mich mal nicht daran erinnern. Na ja, aber mein Gedächnis ist auch nicht mehr so gut wie in meinen 20er Jahren 😀

Nun habe ich herausgefunden… ja da war der Sherlock Holmes in mir wieder am Werk 😀 … das Burgenländer Plätzchen genau genommen keine Weihnachtsplätzchen, sondern Hochzeitsgebäck aus dem Burgenland sind. Ja, Burgenland gib es tatsächlich und es ist ein Land in Österreich. Es grenzt an Ungarn und ein Stück auch an Slowenien. Es liegt unweit von Wien und Graz entfernt.

Der Name „Burgenland“ erinnert daran, dass das Land aus Teilen von drei altungarischen Komitaten zusammengesetzt ist. Diese drei trugen alle „Burg“ im Namen… Wieselburg, Eisenburg und Ödenburg. Mittlerweile befindet sich keine der drei namensgebenden „Burgen“ im Burgenland. Sie liegen alle auf ungarischem Staatsgebiet.

Bereits zu Zeit der „Donaumonarchie“… die vom 8. Juni 1867 bis zum 31. Oktober 1918 bestand… ist die Hochzeitsbäckerei traditionell mit dem Burgenland verbunden. Damals war es üblich mit 100 bis 200 Gästen die Hochzeit zu Hause zu feiern. Das Brautpaar verteilte häufig bis zu 100kg burgenländische Gebäcke an seine Gäste. Heutzutage sind fast ausschließlich professionelle Hochzeitsbäckerinnen für das Backen der köstlichen Gebäcke zuständig. Aber auch Verwandte, Bekannte und im ganzen Dorf wird Wochen vor der Hochzeit kräftig gebacken, gefüllt und verziert. Die Gebäcke sind kleine Meisterwerke die mit viel Liebe, Geduld und ganz viel Können zubereitet werden. Eine wunderschöne Tradition wie ich finde.

Die burgenländische Hochzeitsbäckerei hat längst nicht nur am schönsten Tag des Lebens eine wunderbare Tradition. Von Kekserln und Krapferln über feines Kleingebäck, Schnitten und Kuchen bis hin zu sündhaft guten Torten… lassen sich auch das ganze Jahr über lecker verspeisen.

„Bei jeder Hochzeit gibt es nicht nur die Gäste,

sondern auch Leute aus dem Dorf und der Umgebung,

die dann eben einfach so vorbeischauen,

manchmal auch nur durchs Fenster.

Und da ist es Brauch, dass auch die nicht leer ausgehen,

die kriegen dann auch ein Bissl was Süsses mit auf den Weg“

Maria Knöbl, Hochzeitsbäckerin

Diese süßen Burgenländer Plätzchen eignen sich auch hervorragent als kleines Mitbringsel oder kleines Geschenk um die Weihnachtszeit. Wie man doch so schön sagt…

Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft, zarte Gesten schmücken sie 🙂

Hier nun aber das lang ersehnte Rezept für die Burgenländer Plätzchen.

Für den Mürbteig:

150g Butter

35g Zucker

1Pack. Vanillezucker

190g Mehl

1 Messerspitze Backpulver

2 Eigelb

  • Für den Mürbteig alle Zutaten miteinader verkneten.
  • Nun den Teig 1h kalt stellen.
  • Dann den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen und mit einem Blumenausstecher Kekse ausstechen.

Für das Baiser:

2 Eiklar

150g Puderzucker

  • Das Eiklar und den Puderzucker zu steifem Eischnee schlagen.
  • In einen Spritzbeutel mit einer kleinen Sterntülle füllen und an den Rand Tupfen spritzen oder einen Kreis… ziehe Fotos.
  • Dann die Kekse bei 130°C bei Umluft auf der obersten Schiene erst 12 Minuten backen und dann auf der untersten Schiene nochmals ca. 12 min. Das Baiser sollte noch eine schöne weiße Farbe haben und der Mürbteigboden leicht gebräunt sein.
  • Abkühlen lassen.

Süßorangenmarmelade

  • Die Marmelade aufkochen und in die Mitte der Kekse füllen.

Wenn ihr mehr über das Adventskränzchen erfahren wollt klickt hier. Beim heutigen Tagesthema „Geschenke aus der Küche“ machen diese Blogger mit. Schaut doch mal bei ihnen vorbei!